Olsberg 2002

 

Zunächst einmal sollte an dieser Stelle unsere Trauer zum Ausdruck gebracht werden, dass der Ex-Präsi dieser Tour leider aus prüfungstechnischen Gründen nicht beiwohnen konnte. ( Hat sich ja wenigstens gelohnt!) So verpasste er eine der besten Touren, die der Klub jemals gemacht hat.

Freitag 29.11.2002

Treffpunkt war in diesem Jahr -ungewöhnlicherweise- die Bahnhofskaschemme. Da fast alle Freitag frei hatten, waren wir am Donnerstag schon mal trainieren gegangen, selbstverständlich in den Gemäuern des „Alten Vatters“. HM konnte es sich nicht nehmen lassen und sorgte mit seiner hautengen Seidenhose und seiner nicht minder großzügiger geschnitteten Jacke Modell „Guten Tag, könnte ich bitte Ihre Mülltonne leeren?“ zunächst für Aufsehen und letztendlich für Entsetzen. MoH war allerdings auch nicht ohne. Genauer gesagt trug er seine neue Ausgehuniform bestehend aus Popperjacke nebst passenden Popperschuhen. Bereits auf der Rolltreppe zum Gleis erhielt MoH den ersten von unzähligen Anrufen aus dem Büro. Da heißt es Zähne zusammenbeißen und das Lallen unterdrücken. Entgegen aller laufenden Wetten war es HM der als erstes versuchte den Booster zu wässern. Zum Glück war die schnelle Eingreiftruppe sofort zur Stelle und selbst der Kassierer nahm sich ein Beispiel und blieb das gesamte Wochenende brav und der Booster trocken und wohlbehütet.

Ausgerüstet mit den „Rosa Hüten“, unserem neuen, supertollen 270,-€- Booster und Marschproviant wollten wir um 13:07 Uhr den Zug, der uns in das gelobte Sauerland bringen sollte, besteigen. Dieser hatte aber direkt mal 30 Minuten Verspätung (Danke Deutsche Bahn, dem lt. Werbung pünktlichsten Verkehrsmittel...), sodaß umdisponiert werden musste und wir uns schon mal auf einen längeren Aufenthalt in Dortmund einrichten konnten.

Während der ersten Etappe wurde das traditionelle Kamerakind Hev seinem Namen gerecht und filmte diverse Geschlechtsteile bei der Ausleerung der Urinbehälter so manchen Kegelbruders. Entgegen seiner privaten Gewohnheit „versagte“ Junior allerdings bei der anwesenden Filmcrew. Für die 2. Etappe Dortmund - Schwerte hatten wir zum Glück einen Sambawagen gebucht. Einen Sambabahnhof nennt die Weltstadt Schwerte ihr eigen.

Hier, so wurde es glaubhaft überliefert, hat der Klub auch zum ersten Mal für diese Tour OKF zelebriert. Später mehr dazu. Erste Ausfallerscheinungen traten dann aber erst beim zweiten Zwischenstop in Schwerte ein, wo einige Klubmitglieder sich ihrer Notdurft vom Vordach des Bahnhofes auf den Vorplatz entledigten, während Öhm schon mal fröhlich vom Bahnsteig spuckte.

Auf dem Weg von Schwerte nach Olsberg gesellten sich dann schon ein paar, wie sich später herausstellte, ziemlich junge, Bunnies zu uns. Diese schienen offensichtlich ortskundig und scharf darauf, mit in unser Hotel zu kommen. Wir nahmen die Küken also mit ins Hotel und als die Party richtig losgehen sollte, Eingeweihte wissen wovon hier die Rede ist, stand plötzlich der Hotelmanager mit einer total beschissen gebundenen Krawatte und noch so ein Hotelsklave bei Hev , Öhm und dem ebenfalls noch anwesenden MoH im Zimmer. Mit folgenden Worten: „Der letzte, bei dem die das gemacht haben, ist hier mit Handschellen raus gegangen.“ Dann: „Wenn Sie (gemeint waren die drei Kegelbrüder) die Mädels noch in Schutz nehmen wollen, dann können Sie direkt mitfahren!“ Darauf Hev: „Raus mit den Schlampen!“ Später versicherte Öhm dem Hotelchef noch glaubhaft, dass er sich die Ausweise der Mädels habe zeigen lassen. Darauf erwiderte dieser, dass ihm das scheißegal sei und dass die Ausweise gefälscht seien und die aus dem Kinderheim wären und das schon öfter probiert hätten.

Als die Sache dann erledigt war, gingen wir erst mal zur Schlacht am Buffet. Nachdem wir uns alle ordentlich den Pansen voll geschlagen hatten, musste ein wenig Bewegung her und so beschlossen wir Schwimmen zu gehen. Die Badebuxen blieben ca. fünf Minuten an und wurden fortan nur noch dazu benutzt, sich gegenseitig eine damit zu paddeln.

Nun wurden mehrere Reiterkämpfe ausgetragen, bei denen das Leptosomenteam eindeutig als Sieger hervorging. Bonobu versenkte jetzt erst mal seine Quicksnap im Pool, weil er dachte, dass sie kaputt sei, dabei war lediglich der Film voll. Hev setzte sich an den Beckenrand und ließ warm Wasser laufen. Während der Feldweibel aus seiner Vorhaut einen Trichter formte, rotzte Bonobu mal ordentlich hinein.Beim Schwimmen verabschiedeten sich dann auch die ersten rosa Hüte.

Nach dem Schwimmen in Badebuxe an den anderen Gästen vorbei, die gerade aßen. Öhm verspürte plötzlich noch ein leichtes Hungergefühl und griff mit der Hand in die Schale mit den Kroketten. Das sah der eben schon angesprochene Hotelsklave und sprach sogleich die zweite Verwarnung für den Klub aus.

So, nun ausgehfein gemacht und ab zum „Free-drinking“. Leider spielte die versprochene Life-Band am Freitag gar nicht, was der Stimmung aber keinen Abbruch tat. Von nun an war bei jeder Gelegenheit „Oberkörper frei! (OKF)“ befohlen, was den Bekanntheitsgrad unsrer Reisegruppe in immense Höhen schraubte.

Beim Tanz kam es dann zu einer etwas unschönen Begebenheit, die aber noch mal glimpflich ausging. Irgend so ein Schmock ging einigen Kegelbrüdern schon mächtig auf den Sack, was dazu führte, dass man selbigen zur Raison bringen wollte. Daraufhin stand auf einmal der Klub in Truppenstärke und die vorher kennen gelernten Jungs vom Bochumer Klub „Einer steht immer“ um die Krawallbrüder herum und die Gemüter beruhigten sich wieder.

Weiter ging die Motto-Party „Ihr seid alle über 40!“. Kurioser Weise hatte das Hotelmanagement extra für uns, verglichen mit unserem ersten Abstecher Anno 1996, das Durchschnittsalter deutlich nach unten korrigiert.

Der Abend klang dann mehr oder weniger gemütlich aus und irgendwann legten sich dann auch die letzten mal zur Ruh. Zwischendurch wollte unser Junior wohl noch mal was essen (Man muß sein Gewicht ja schließlich halten) und schmiß noch fröhlich ein paar Scheiben Wurst durch das Foyer. Das brachte dem Klub dann die 2,5. Verwarnung ein.

Warum Junior und Gang Bang des nachts ¾ des Jim Beam Vorrats vernichteten bleibt wohl für alle Zeit ungeklärt. Wahrscheinlich ebenso wie die verwinkelte Schlafposition des Gang Bang L.

 

Samstag 30.11.2002

 

 

Da das Bonobu-Kassierer-Feldweibel-Zimmer unter Schlafstörungen zu leiden schien, begann der Tag für manche Klubmitglieder schon morgens um 08.00 Uhr. Schließlich war ja ab 10.00 Uhr wieder Trinken für lau angesagt.

 

Beim Frühstück gingen dann auch erste Verlustmeldungen ein. So wurden diverse Stimmen vermisst und Öhm beklagte fehlendes Gefühl in der Fingerkuppe seines linken Mittelfingers.

 

Nach dem Frühstück läutete man den Tag direkt mit einer feisten Wodka-Mischung ein, was den Kassierer dazu veranlasste, sein eben reingeschlungenes Mahl sogleich wieder der Toilette zu übergeben.

 

Danach war wieder Klubsport angesagt, um für den Rest des Tages fit zu sein und die Müdigkeit aus den Knochen zu bekommen.

 

So gegen 10.00 Uhr waren dann alle wieder in der Kneipe und man beschloß heute „Mal richtig einen zu trinken“. Jetzt lernten wir auch die Frau von den tollen Müller-Touren kennen, namentlich Barbara oder wie wir sie zu ihrem Leidwesen nannten Babs, die in der Folge noch ordentlich Arbeit mit uns zu tun bekommen sollte und uns sicherlich in guter Erinnerung behalten wird.

 

Entgegen unserem Vorsatz uns Samstag nicht einmal aus der Kneipe zu bewegen, fuhren wir dann doch mit zum „Hüttenzauber“. Anregungen seitens Babs, doch Jacken mitzunehmen, wurden geflissentlich ignoriert. Kaum in den Bus gestiegen, waren die T-Shirts auch schon wieder aus und es wurde mehrfach und lautstark der Name des Klubs skandiert und ein paar, in Nieukerk beim Derby gelernte, Sprachgesänge zum besten gegeben.

 

In der Hütte angekommen wurden erstmal ein paar Schnappa getrunken, um anschließend die dort ansässige „Stahlrodelbahn“ zu testen. Wir bestiegen also die Teufelsschlitten (wie immer OKF und mit Hut, denn 20% der Körperwärme gehen durch die Kopfhaut verloren; alte Bundeswehrweisheit) immer zu zweit und Hev und Öhm hatten den Vorsatz, ohne zu bremsen die Bahn herunter zu fahren. Dieser wurde aber schon nach den ersten Kurven wieder verworfen, indem Öhm immer wieder schrie: „Bremsen! Bremsen!“

 

Vorsicht wallten lassen wollte auch der MoH. Kurioser Weise verlor er in der Warsteiner-Kurve seinen rosa Hut. Noch geschockter als er selbst war interessanter Weise das anwesende Publikum. Nachdem Junior und Gang Bang unfähig waren das gute Stück bei laufender Fahrt zu ergattern, hielt ein Fan mitten auf der Strecke an und übergab den Hut einen äußerst verdutzt reinblickenden MoH.

 

Die zweite Rodelpartie brachte Öhm dann mit Bonobu hinter sich. Oberkörperfrei und diesmal wirklich ohne Bremsen rauschten die beiden zu Tale und schrieen dabei wie kleine Mädchen. Man munkelt, dass der Klub bei seinen Fahrten Objekt der Begierde vieler fremder Kameraobjektive war. Dies ist auch kein Novum für uns, man findet uns halt oberaffensaustarkfettgeil. Aber für Junggebliebne bot die Hütte noch unzählige weitere Aktivitäten.

 

Jetzt probierte Hev erstmal die Rutsche aus. Da diese aber anscheinend nicht für Erwachsene konzipiert war, blieb er auf der Hälfte stecken und kletterte hinaus. Der Kassierer tat es nun Hev gleich und blieb ebenfalls stecken. Feldweibel rutschte kopfüber hinterher und als sich nun auch Bonobu der verstopften Stelle näherte, legte sich die Rutsche unter markerweichendem Knarren und Ächzen auf die Seite und die drei lagen im Dreck. Mal wieder was kaputt gemacht...

 

Danach wollte man auch alle dargebotenen Attraktionen wahrnehmen und stellt sich beim „Vogelschiessen“ an. Da aber der letzte Schütze, der vor uns stand den Rest des Vogels gerade erledigte, schnappten sich Hev und der Feldweibel zwei Gewehre, luden verbotenerweise selber, und begannen sofort wie die Bekloppten auf irgendwelche Steine zu ballern. Das missfiel nun der Schießbudenfigur und so wurde der Ballerei umgehend ein Ende bereitet.

 

Inzwischen wurden in der Hütte von einigen Klubmitgliedern schon zwischenmenschliche Kontakte geknüpft und man trank und tanzte fröhlich weiter. Dies jedoch nicht ohne ständig irgendeinen Scheiß zu veranstalten. Das wiederum brachte unsere „Müller-Babs“ erneut auf den Plan, die versuchte, allerdings mit bescheidenem Erfolg, uns im Zaume zu halten. Originalkommentar zu Hev: „Ihr seid ja schlimmer als kleine Kinder. Ständig muß man auf Euch aufpassen!“ Dieser quittierte das mit einem Lächeln....

 

Nach dem Veranstalten, einer für uns neuen „Pyramide“, mehrerer Polonaisen und natürlich der einen oder anderen Raupe fuhren wir dann aus ungeklärten Gründen in getrennten Bussen zurück. Vorher musste sich aber noch so mancher Kegelbruder beim Ketzer-Sambuca-Saufen mit den Bochumern messen, wobei der Großteil der Jungs von denen das im Laufe des Abends noch bereuen sollte, da sie anschließend total durch waren. Merke: tablettweise Sambucca + Delegationd des KfD = PAIN.

 

Der Feldweibel tat sich dann in seinem Bus als Demagoge hervor, indem er eine flammende Rede gegen die Gleichberechtigung hielt. Das führte jetzt zum Unmut eines anderen Passagiers und der meinte dann, dass der Feldweibel doch endlich mal seine Schnauze halten sollte. Sofort sprangen die Klubmitglieder in der letzte Reihe auf und gaben mächtige Drohgebärden von sich. Daraufhin wurde besagter Herr mit den Worten: „Hör auf! Dat gibt nur Stress mit denen.“ von einem seiner Freunde zurück gepfiffen. War vielleicht nicht die schlechteste Idee....

 

Wieder in unserem 4-Sterne-Hotel angekommen, ging ein Teil des Klubs wieder zum Sport über, während andere die zwischenmenschlichen Kontakte intensivierten. Gang Bang und MoH unternahmen währenddessen eine gut 20 minütige Expedition durch das Parkhotel. Auch nach wiederholter Videoanalyse bleiben Grund und Ziel ein Rätsel. Wiederum andere gaben sich einer hemmungslosen Milchreisorgie hin. Diese bestand darin, Milchreis auf möglichst geile und animalische Weise von Hevs Körper zu schlecken. Man vermutet, dass dieser „Akt“ bei den beteiligten Klubmitgliedern zum sexuellen Höhepunkt der Tour geführt hat. 60% waren das allemal.

 

Im Schwimmbad kam man dann auf die Idee, sich mit Plastikstühlen in den Whirlpool zu setzen, um eine Steigerung der Gemütlichkeit zu erreichen.

 

Nach dem Essen war dann wieder Treffen in der Kneipe angesagt und man überbrückte die Zeit bis zum Beginn des Live-Spektakels vermutlich mit dem Vertilgen von einigen Mixgetränken. Die Live-Band, die übrigens richtig gut war, heizte uns im Laufe des Abends so richtig ein und „Müller-Babs“ rannte ständig von einem zum anderen, um ihn zu zwingen, doch wieder sein T-Shirt anzuziehen.

 

Später animierte sie dann die jeweiligen Tanzpartnerinnen, doch ein Auge auf die Bekleidung des Klubs zu werfen, um zu noch späterer Stunde zu resignieren und dem Gin-Tonic zu frönen. Der weitere Verlauf der Nacht gestaltete sich für die einzelnen Klubmitglieder höchst unterschiedlich. Teilweise wurde noch ganz großer Sport getrieben, andere schliefen oder gefielen sich eher in der passiven Rolle. Warum wir vorher eine Zimmeraufteilung gemacht hatten, lässt im Nachhinein jeden Sinn vermissen!!! Auf Details kann und will an dieser Stelle nicht eingegangen werden.

 

Sontag 01.12.2002

 

 

Als dann alle die Nacht mehr oder weniger bequem hinter sich gebracht hatten und das Frühstück beendet war, begann man auf dem vorhin schon erwähnten Chaos-Zimmer sogleich wieder mit dem Wodka-Trinken.

 

Zum letzten Frühschoppen waren dann, bis auf wenige Ausnahmen, alle wieder recht trinkfreudig und die Shirts baumelten erneut am Gürtel. Heute unterließ es „Müller-Babs“ auch, zu versuchen, eine der Jahreszeit und Lokalität angemessene Bekleidung beim Klub einzufordern. Das beflügelte den Feldweibel dazu, sich seine total zerrissene Hose anzuziehen, bei der das linke hintere Bein fehlte. So trat er später auch die Heimfahrt an und marschierte über den Weihnachtsmarkt....

 

Nun wurde bis kurz nach 11.00 Uhr noch mal richtig auf Kosten des Parkhotels getrunken, wobei es der Kassierer nicht lassen konnte, sich noch ein paar Sambuca zu genehmigen. Der Rest trank vornehmlich Fanta-Korn, was aber mit steigendem Verbrauch den Alkoholpegel auch wieder in akzeptable Höhen brachte. Als das Trinken für lau dann vorbei war, kam auf einmal der Graf von Luxemburg und kredenzte noch eine Runde.

 

Das Auschecken verlief zunächst problemlos. Vermutlich war das Personal recht glücklich, dass wir endlich abreisten. So drehten wir im Foyer letztmalig den Booster auf und sangen ein Abschiedsständchen. Übrigens sehr zum Leidwesen des Hotelmanagers, dessen Krawatte schon wieder scheiße aussah. Dieser verwies uns dann des Etablissements und wir verabschiedeten uns, allerdings nicht ohne anzukündigen, uns noch mal telefonisch zu melden.

 

Dies wurde dann am Bahnhof auch von Hev und MoH nacheinander durchgeführt, indem das Personal mehrfach und lautstark nach dem 6.Wachbefehl und dem eigenem Namen gefragt wurde. Anschließend wurde das letzte mitgebrachte Bier getrunken und man bestieg nach einiger Wartezeit den Zug gen Schwerte. Dann galt das Motto: „Einsteigen, T-Shirts aus, Booster an- Sambawagen!!!“ Dank Feldweibel kam nun auch noch eine volle Flasche Jägermeister zum Vorschein, die sogleich die Runde machte und zur weiteren Belustigung beitrug.

 

In unserem Abteil war noch `ne andere Gruppe aus dem Parkhotel, zu der auch „Schlucke“ gehörte. Der hatte den Arsch schon mächtig voll und trank die ganze Zeit Feigling. Bei einem seiner Trinkversuche konnte er wohl nicht alles schlucken und der Rest landete bei Hev auf dem Arm. Der regte sich verständlicherweise total auf und konnte nur mit Mühe davon abgehalten werden, „Schlucke“ eine zu ballern.

 

Danach muß „Schlucke“ auch noch Bonobu und den Kassierer belästigt haben. Daraufhin holte dieser aus und konnte nur durch einen gekonnten Sprung Öhms in seine Schlaghand, daran gehindert werden „Schlucke“ zu Boden zu strecken. Nun besann man sich wieder und der Kassierer stellte die „Schlucke-Trennwand“, in Form der, immer noch aufgepumpten Becks-Luma, auf. Von da an war Ruhe. „Schlucke“ fiel lediglich noch einmal auf, als er in Schwerte die Bahnhofstreppe hinab torkelte, mehrmals mit dem Schädel vor die Wand schlug, um schließlich die letzten Stufen doch noch zu rollen.

 

Im weiteren Verlauf unserer Heimreise blieben uns solche Geschichten aber erspart. Lobenswert war, dass wir jedes Mal ausgerechnet den Samba-Wagen des jeweiligen Zuges bestiegen und somit immer automatisch Party und für unsere Raucher „Feuer frei!“ angesagt war. Zwischenzeitlich erfand der Feldweibel kurzer Hand eine neue Methode urinhaltige Flüssigkeiten zu „recyceln“.

 

In Duisburg angekommen, wurden die Taschen in Schließfächern verstaut und man ging wie verabredet auf den Weihnachtsmarkt. Bei unserem „ausgedehnten“ Bummel wurden wir dann von zwei Frauen angesprochen, ob wir nicht bereit wären, ein kleines „Video-Geburtstagsständchen“ für ihre Freundin zu singen, die in Kürze 40 wird. Natürlich waren wir bereit dazu und folgerichtig zogen sich der Kassierer, Feldweibel, Hev und Öhm erneut aus, um das Liedlein darzubieten. Das wurde von den beiden Frauen zwar erstaunt, aber doch recht wohlwollend zur Kenntnis genommen. Nun wurde nach einer kurzen Ansprache Hevs nicht etwa „Happy Birthday“, sondern „Lederball am Fuße“ intoniert, was der Begeisterung der beiden aber keinen Abbruch tat.

 

Nachdem wir dann mit den Worten: „Genau so Leute wie Euch haben wir gesucht...“ verabschiedet wurden, beschloß man erst mal ein Bierchen trinken zu gehen. Dabei verwechselte der Großteil des Klubs aber den Weihnachtsmarkt mit dem Schacht 4/8, was dazu führte, dass nach kurzer Zeit alle in dem Schuppen saßen. Der Feldweibel ließ nun seinen Ratten im Kopp freien Lauf, stieg die Empore hinauf, um erneut eine Rede zu halten. Das wurde seitens des Personals sofort unterbunden und so quatschte er im Folgenden halt alle Leute im Schacht an. Übrigens sehr zum Missfallen der Kellnerin, die daraufhin sagte, dass wir den einfangen sollten, da wir ansonsten alle gehen könnten. Darauf der Kassierer: „Dann gehen wir halt!“

 

Kurze Zeit später taten wir das dann auch und man einigte sich die Tour in der Bahnhofskaschemme bei einem letzten Gerstensaft, den der Kassierer nach einer kurzen Diskussion bezahlen durfte, für offiziell beendet zu erklären.

 

Abschließend ist zu sagen, dass diese Tour der unumstrittene Höhepunkt des Jahres war und in der Touren-Rangliste wohl ganz weit oben kursiert. Dank an alle Beteiligten, die mal wieder alles gegeben haben und sich für nichts zu schade waren.

 

Einige Grundlehren der Tour

 

  1. T-Shirts gehören grundsätzlich an den Gürtel!
  2. Badebuxen sind nicht zur Bedeckung der Scham beim Schwimmen da!
  3. Schicke NIE Deine verheiratete Frau auf Kegeltour!
  4. Zimmeraufteilungen sind völlig unnötig !
  5. MoH hat grundsätzlich Freitags bis Sonntags Augen á la Karl Dall
  6. Akku der Clubkamera wird im verflixten 7. Jahr müde!
  7. Rosa Hüte sind Pflicht! Egal welches Modell: J.R., Et Botterblömsche, Helden in Strumpfhosen oder Landstreicher-Junior.

 

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