Hochzeit Ex-Präsi

Die Hochzeit des Ex-Präsi

 

(Wir wollen alle Junior als Trauzeugen haben)

Man sagt ja, dass die Hochzeit der schönste Tag im Leben eines Menschen sein sollte. Und wir durften an diesem Tage dabei sein.

Treffpunkt war um 10.30 Uhr vor dem Rathaus, da dort um diese Uhrzeit die standesamtliche Trauung stattfand. Bis auf den Feldweibel und Anhang waren alle pünktlich. Sehr lobenswert war, dass alle im feinsten Zwirn erschienen waren. Der Kassierer kam mit einer sehr kleidsamen Platzwunde am Kopf und noch reichlich duselig zum Standesamt. Die rührte daher, dass er am Vorabend noch überfallen und ausgeraubt wurde, und die halbe Nacht auf dem Polizeipräsidium verbringen durfte.

Als die Hochzeitsgesellschaft das Standesamt verließ, fuhr dann auch das Spaßmobil vor und das, von uns organisierte „Baum zersägen“ konnte beginnen. Die Aktion dauerte ungefähr drei Minuten, woraufhin der Kassierer bemerkte, dass er doch eine Stahlstange durch den Stamm hätte treiben sollen.

Nach dem Gratulationsmarathon und dem Genuss einiger Gläschen Sekt verabschiedete sich dann die Hochzeitsgesellschaft und der KfD samt Anhang ging ins „Alex“, um die Zeit bis 15.30 Uhr zu überbrücken. Nach dem Verzehr mehrerer Kaltgetränke wurde ein Standortwechsel ins „Credo“ durchgeführt. Dort aß man dann auch eine Kleinigkeit zu Mittag; man wollte ja schließlich nicht schon in der Kirche blau sein.

Als es dann Zeit wurde fuhren wir nach Duissern, wo die kirchliche Trauung stattfand. Diese war eine Ausgeburt der Langeweile. Der Pfarrer beschwor ungefähr 36mal den Kindersegen, das Brautpaar musste sechsmal „ja“ sagen und der Messdiener glotzte der Braut auf`s Dekollete und war auch sonst nicht so richtig bei der Sache. Hev, als jahrelanger Messdiener wohl seine Pflicht, sang jedes Kirchenlied mit. Allerdings vertat er sich einmal, indem er „Warriors of the world“ von Manowar anstimmte. Als die Zeremonie dann vorbei war, begann Gratulationsmarathon Teil 2.

Danach war noch ein Autokorso geplant, der aber irgendwie nicht richtig klappte, sodaß dann alle nach und nach im Kleingartenverein „Ruhrperle“, wo die Feier stattfand, eintrafen. Dort war dann Sektempfang. Allerdings war der nur mit O-Saft gemischt zu ertragen, da er extra-herb war.

Jetzt wurden die Geschenke, die auf eigenen Wunsch lediglich aus Geldspenden bestanden, an das Brautpaar übergeben. Dabei hätte der Klub doch gerne so praktische und oft genutzte Sachen wie eine Brotbackmaschine, ein Raclette-Set oder eine multifunktionale Saftpresse geschenkt. Nun wurde flugs der Hochzeitskuchen, in welchem Bonobu vorher schon halb drin saß, angeschnitten und das Brautpaar verschwand zum Fotoshooting.

Das dauerte ca. zwei Stunden und während dieser Zeit weigerte sich das DJ-Team (warum die zu zweit erschienen waren, wussten sie wahrscheinlich selber nicht) beharrlich endlich mal vernünftige Musik zu spielen. Den beiden tat es der Grillmeister gleich, was nicht gerade zu Jubelstürmen beim Klub führte.

Man überbrückte also die Zeit mit Biertrinken und Schabernack mit der Videokamera treiben. Nachdem das Brautpaar endlich wieder da war, konnte der Angriff auf den Grill gestartet werden. Es wurde sich also der Magen vollgeschlagen, wobei der Kassierer nach eigener Aussage 13 – in Worten: dreizehn – Stücke Fleisch aß (war eine ironische Aussage meinerseits).

Junior, der Trauzeuge war, hatte sichtlich Stress. Ständig flüchtete er vor der Kamera, nur weil einer ihn mal wieder als Playmobil-Jack bezeichnete. Im übrigen hatte der Trauzeuge, so munkelt man, am Vortage sein Lachen verkauft, denn er unterließ es fast den ganzen Abend lang, mal zu lächeln.

Nach dem obligatorischen Hochzeitswalzer (Der Kurs hat sich gelohnt, Junior!) war dann Spaß angesagt. Hev hatte schon zu früher Stunde den Tanzmodus eingeschaltet und war fortan nur noch auf der Tanzfläche, die sich übrigens praktischerweise direkt neben unseren Klub-Stehtischen mit eigener, aber nicht genutzter, Zapfanlage, befand. Nach kurzer Zeit taten es ihm einige Kegelbrüder gleich, sodaß endlich etwas Stimmung aufkam.

Bonobu hatte lobenswerterweise den „Rosa Hut“ mit gebracht, der im Laufe des Abends von einem zum anderen wanderte. Die Mutter des Ex-Präsi hielt dann eine, von Stolz geprägte und mit ein wenig Ironie verzierte Rede, die sehr gut ankam.

Man trank und tanzte dann fröhlich weiter, bis es an der Zeit war, der Rede unseres Präsidenten zu huldigen. Da der Trauzeuge sich nicht traute, eine kleine Ansprache zu halten, musste das ja schließlich ein anderer übernehmen. MoH beherrschte von Anfang an den Saal und dozierte in gewohnt lockerer und witziger Weise über die Vergangenheit, Gegenwart und eventuell eintretende Zukunft des Ex-Präsi, respektive des Brautpaares. Er wurde dabei nur von einigen Zwischenrufen unterbrochen, zum Beispiel als Bonobu schrie, dass er schon zwei Kinder hätte, für die er nicht zahlen müsse und Öhm ihn der Schleimerei bezichtigte. Diese überspielte er aber gekonnt und erntete im Anschluß tosenden Applaus und den dreifachen KfD-Schlachtruf.

Als es im weiteren Verlauf der Party zur Versteigerung des Strumpfbandes kam, bot sich doch ein eher, gelinde gesagt, komisches Bild. Keiner der Verwandten wollte bieten. MoH überbot sich schließlich selbst und ersteigerte das Band für schlappe 20,- €.

Nach und nach verabschiedeten sich dann die ersten Gäste und der Kreis der Feierwilligen beschränkte sich bald fast nur noch auf den Klub.

Inzwischen hatten sich der Kassierer und der Feldweibel schon über die Dekoration hergemacht und verfremdeten deren Zweck, indem sie sich damit selbst dekorierten. Hev und Öhm übten mal wieder ihre Hebefiguren, wobei unter freundlicher Mithilfe von M.M. sogar eine gelang. So langsam war der Klub richtig in Fahrt und bei dem einen oder anderen Gassenhauer („Football`s coming home“) brachen dann alle Dämme.

Das Brautpaar verabschiedete sich gegen 01.30 Uhr , um die Nacht noch in der angemieteten Hochzeitssuite zu verbringen und um für den Antritt der Flitterwochen, die am nächsten Tag beginnen sollten, fit zu sein. Nun fielen auch die letzten Hemmungen: „Oberkörper frei!“ war angesagt. Allerdings bewahrten wir noch etwas Contenance, indem wir uns wenigstens die Krawatten umbanden. Leider hatte der Ex-Präsi etwas vergessen, sodaß er fünf Minuten nach seinem Verschwinden wieder im Saale erschien. Als er gewahr wurde, dass der Klub in doch eher legerem Outfit feierte, quittierte er dieses mit einem Kopfschütteln, um direkt wieder zu verschwinden.

Wir feierten nun ungezwungen weiter und es wurde auch nicht unterlassen mal die Tische zu besteigen, um dort ein feines Tänzchen hin zu legen. Hev stieg dann auf einen Barhocker, um von dort aus, den sehr gewagten Sprung an „den Balken“ (siehe Sonntag) zu wagen. Mit Glück und Geschick gelang ihm das auch. Hätte auch böse enden können...

Gegen 02.30 Uhr setzte die Mutter des Bräutigams der Feier dann ein Ende und eine Delegation des Klubs inklusive der Trauzeugin mit zwei Freundinnen suchten noch den „Alten Vatter“ auf, um den Abend gebührend ausklingen zu lassen. Im Keller war man über unsere ungewöhnliche Aufmachung, alle im Anzug, sehr erstaunt. Wir holten uns also den letzten Kick und das war`s dann.

Alles in allem eine gelungene Feier!!!

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