Kegelturnier 2003

 

Wir waren die lautesten !!!

 

 

 Um unser grandioses Kegelkönnen auch mal vor Publikum präsentieren zu können, beschlossen wir im Juni mal an einem Kegelturnier teilzunehmen. Schnell noch die Jungs vom Knorpeldeath informiert, die ebenfalls Interesse hatten und schon war der Start beim „ 1. Duisburger Kegelturnier der Blaukäppchen“ perfekt. Man traf sich gegen 13:00 Uhr in der Bahnhofskaschemme. Bis auf den Feldweibel, der sich ja die Flosse gebrochen hatte und eh nicht mit kegeln konnte, waren wir vollzählig.

 

Sehr lobenswert war die Teilnahme des Kassierers, der aufgrund einer kurz zuvor erfolgten Leistenoperation zwar nicht dem Sport frönen konnte, aber immerhin mit zum Saufen nach Großenbaum kam.

 

Nach ein, zwei Bierchen trudelte dann auch die Knorpeldeath-Fraktion ein. Die mussten mal wieder die Absagen einiger Stammkegler mit Gästen ausgleichen, die aber nicht weiter auffielen, da sie die Klubhemden der Fehlenden trugen.

 

BierNachdem die eigentlich ausgewählte S-Bahn zugunsten weiterer Gerstensäfte verpasst wurde, machten wir uns dann irgendwann auf den Weg nach Großenbaum, wo die Kegelmeisterschaft stattfinden sollte. Dort angekommen mussten wir zu unserem Entsetzen feststellen, dass das Schnapsangebot nur aus Obstler und Feigling bestand. Wie man im Ruhrpott als einzigen echten Schnaps Obstler offerieren kann, war für alle ein Rätsel. Die KD-Fraktion beschwerte sich so energisch, dass die Veranstalter doch noch Korn besorgten, der allerdings nicht lange vorhielt.

 

Nun konnte das Turnier also auch für uns beginnen. Zunächst schauten wir der Knorpelbande noch etwas zu und waren teilweise überrascht, was die so für Würfe raushauten. Dann wurden wir zum Start gebeten und mussten natürlich erstmal unser Klubgebet abhalten, was bei den Veranstaltern für ungläubiges Staunen sorgte, denn es klappte diesmal wie aus einem Guß.

 

Nachdem die ersten von uns gewürfelt hatten, wurde klar, dass wir nur noch hoffen konnten, nicht letzte zu werden. So musste erstmal ein Obstler getrunken werden, natürlich auf den Stühlen stehend. Allerdings verzichteten wir auf sonst übliche Trinkrituale wie Okf, Buxe runter oder gar „Linkes Ei frei!“ Bis auf Hev (unser bester Kegler als 12. der Gesamtwertung) und Junior, die sich in Normalform befanden, waren alle anderen unterirdisch schlecht. Unser Streichresultat MoH schaffte es sogar Vorletzter der Gesamtwertung zu werden...

 

Nachdem das Debakel dann endlich vorbei war, versuchten wir uns die Zeit bis zum Beginn der Kegelparty zu vertreiben. Hev und Öhm hatten schon Anschluß an einen Frauenkegelklub gefunden (auch die schlugen uns) und der Rest des Klubs langweilte sich fürchterlich, sodaß irgendwie Aufbruchstimmung aufkam und alle bis auf Hev, Öhm und den Kassierer die Kampfstätte schon vor der Party verließen. Natürlich nicht ohne sich vorher das Geld für die Eintrittskarten zurück geben zu lassen. Man muß ja sparen in diesen Zeiten...

 

Die drei verbliebenen Klubmitglieder tranken sich zusammen mit den Knorpels mal wieder in andere Sphären und hatten recht viel Spaß auf der Feier. Man schwang ausgelassen das Tanzbein und irgendwann war dann auch wieder Okf befohlen. Später erfolgte dann die „Siegerehrung“ und der glorreiche 9.Platz des KfD wurde angesagt: „Mit Sicherheit nicht der beste aber bestimmt der lauteste Kegelklub: Kegeln für Deutschland“ Kassierer, Hev und Öhm wankten, selbstverständlich Okf auf die Bühne, um die Urkunde in Empfang zu nehmen. Der Kassierer zum Verleiher: „Gib mal dat Mikro!“ Der wollte noch das Gerät weg ziehen, aber schon griffen sechs Hände danach und er war machtlos. Kassierer skandierte sofort „Fickt eure Mütter in den Arsch“ ins Mikro und der gute Mann wurde etwas ungehalten. Daraufhin beschwichtigte ihn Hev mit der Aussage, dass wir jetzt was Vernünftiges singen würden. Resultat: „Lederball am Fuße“ Als ein weiterer Versuch uns das Mikro zu entreißen fehl schlug, wurde der DJ mit heftigen Gesten aufgefordert, doch endlich die Musik auf zu drehen.

 

Ganz groß war auch Dries vom KD, den wir übrigens zum ersten Mal von vorne sahen. Er stand ein paar Minuten mit runter gelassener Buxe auf der Tanzfläche und feierte sich vermutlich selbst. Irgendwann kam uns dann die Idee, noch Hevins Daddy zu fahren, wo die anderen Klubmitglieder sich eigentlich einfinden wollten. Dort angekommen wurde festgestellt, dass an diesem Abend mal wieder zum Totentanz geladen wurde. Davon abgeschreckt machten Öhm, Hev und Klemm vom KD kehrt und fuhren wieder zurück zur Kegelparty nach Großenbaum, wo sie noch bis ca. 03:00 Uhr ausharrten und Hev seinem Ruf als Premium-Bützer mal wieder gerecht wurde.

 

Der Rest der beiden Klubs „vergnügte“ sich noch etwas im Keller, bevor auch dort zumAbmarsch geblasen wurde.

 

Abschließend ist zu sagen, dass das Turnier an sich nicht schlecht war. Man sollte die ganze Sache nur etwas straffer gestalten, damit nicht so viel Leerlauf zwischen Sport und Party ist. Desweiteren wäre ein Probewurf wünschenswert, da wir es gewohnt sind auf einer Rumpelbahn zu würfeln und nicht wie vor Ort auf einer spiegelglatten Profibahn. Außerdem wurde an diesem Tag beschlossen jedes Jahr einen „Knorpeldeath - Kegeln für Deutschland - Begegnungstag“ auszurichten, der abwechselnd von beiden Parteien zu einem Ereignis gemacht werden sollte.

 

 

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